Anori Benz ist Ruder-Europameister!

Der Gold-Doppelvierer:
Hannes Herting, Anori Benz, Tom Feldmeier und Christopher tom Wörden.
Foto: Detlev Seyb – meinruderbild

Bei den Junioren-Europameisterschaften gewinnt das Talent der Rudergesellschaft München 1972 Gold im Doppelvierer und Bronze im Mixed-Doppelzweier

Mit einem überwältigenden Erfolg hat Anori Benz (18) bei den Junioren-Europameisterschaften seine noch junge Ruderkarriere zweifach gekrönt: Er wurde Europameister im Doppelvierer und gewann Bronze im Mixed-Doppelzweier. Für das Talent aus der Rudergesellschaft München 1972 (RGM’72) war der doppelte Start bei den Europameisterschaften in Brandenburg an der Havel (23.-24. Mai 2026) eine Herausforderung: Die beiden entscheidenden Rennen lagen am Finaltag nur zweieinhalb Stunden auseinander. Kaum Zeit, sich von den Strapazen eines Finalrennens zu erholen.

Finaltag, 11.49 Uhr – das Rennen der Doppelvierer. Der Junioren-Doppelvierer mit Anori Benz dominierte seine drei Rennen: Souveräner Sieg im Vorlauf,  eine Dreiviertellänge Vorsprung im Halbfinale, und im Finale setzte sich das Boot Schlag auf Schlag vom Feld ab und ging mit fast einer Länge Vorsprung ins Ziel. Mit im Boot: Hannes Herting, Tom Feldmeier und Christopher tom Wörden. 

Um 14.24 Uhr saß Anori Benz wieder im Boot: Im Mixed-Doppelzweier mit Elena Schweisthal (Bernkasteler Ruderverein). Die Kategorie Mixed-Boote gibt es auf internationaler Ebene erst seit vorigem Jahr – erst für Achter, und in diesem Jahr erstmals auch für Doppelzweier. Die Teams rudern am Tag vor dem ersten Rennen das erste Mal zusammen. Es gibt nur ein Rennen, da muss alles passen. Die Konkurrenz war enorm stark, und doch wurde es am Ende die Bronzemedaille. Sechs Medaillen gewann das deutsche Juniorenteam bei der EM in Brandenburg: Zwei davon mit Anori Benz.

Anori Benz mit Elena Schweisthal.
Foto: Detlev Seyb – meinruderbild

Anori Benz mit Elena Schweisthal.
Foto: meinruderbild

Anori Benz mit seiner Trainerin Romy Dreher. Foto: Willi Bock

Können, Disziplin und Trainingsfleiß

Anori Benz war den Bundestrainern schon bei den Tests Anfang des Jahres mit herausragenden Leistungen aufgefallen. Und wer ganz vorne mitrudern will, der muss hart an sich arbeiten. Das hat Anori Benz mit Können, Disziplin und Trainingsfleiß getan. Dabei hat er sehr intensiv trainiert. Im Winter waren es neun bis zehn Trainingseinheiten in der Woche. Oft saß er schon vor der Schule um 5:45 Uhr daheim auf dem Ergo. Es hat sich gelohnt: Bei den Tests zum Jahresanfang war er der schnellste Junior auf dem Ruderergometer. Bei der Frühjahrslangstrecke in Leipzig fuhr er im Boot der Junioren-Konkurrenz davon auf den 1. Platz.  Bei der Kleinbootüberprüfung zu den Deutschen Meisterschaften im April in München gewann er Bronze. Mit all diesen Werten qualifizierte sich Anori Benz dann für die EM in Brandenburg.

„Das ist auch eine Belohnung für unser junges Team der Trainerinnen und Trainer in der Rudergesellschaft München“, so der Vorsitzende Willi Bock: „In unzähligen Stunden haben sie ehrenamtlich mit Anori Benz gearbeitet und ihn aufgebaut.“

In München ist bald wieder eine Ruderregatta zu sehen:

Vom 18.-19. Juli sind die Bayerischen Rudermeisterschaften auf der Olympia-Regattaanlage.